Leichtathletik
Leichtathletik | Veröffentlicht am: 28. Oktober 2025

„Das macht einfach Spaß“

„Das macht einfach Spaß“, strahlt Rainer Beisel. Der Laufroutinier ist seit Jahren Stammgast beim Treburer Crosslauf und stand somit auch heuer an der Startlinie. „Ich hatte parallel sogar für den Olympiaberg-Cross in München gemeldet“, schiebt der Senior gleich noch nach. Letztendlich hat der Athlet des TSV Viernheim sich aber doch für das Traditionsrennen in Trebur und nicht für eine mehrstündige Autofahrt in die bayerische Landeshauptstadt entschieden. Eine spezielle Vorbereitung auf das Laufen im Gelände – in Trebur zählen vor allem die Auf- und Abpassagen am Hochwasserdamm sowie die Wiesenpassagen zu den anspruchsvolleren Streckenabschnitten, macht Beisel nicht. „Ich nehme das einfach so mit“, erklärt der M60-Athlet.

Damit dürfte er das Laufen im Gelände handhaben wie viele, die abermals in Trebur dabei waren. Da sich mittlerweile die Cross-Saison hierzulande nur noch auf ein Zeitfenster von Ende Oktober bis Mitte Dezember erstreckt, ab Januar schon wieder die Leichtathletik-Hallensaison lockt und parallel ganzjährig Volks- und Straßenläufe stattfinden, hat das Crosslaufen in Deutschland leider ohnehin einen schwierigen Stand. Das mussten auch die Macher des TV Trebur am Sonntag erfahren. „Wir hatten lediglich 185 Meldungen“, so die Organisatoren, die deshalb kurzerhand den Zeitplan komplett überarbeiteten und einzelne Läufe sinnvoll zusammenlegten. Während die Nachwuchsrennen der Altersklassen U8 bis U12 gut besetzt waren, was vor allem auch an den abermals integrierten Kreis-Crosslaufmeisterschaften gelegen haben dürfte, waren die Felder ab der U14-Klasse und gerade bei den Aktiven und Senioren überschaubar. Und so wird man sich in den nächsten Wochen in Trebur Gedanken machen, wie es mit dem Treburer Crosslauf in Zukunft weitergeht oder ob es überhaupt weitergeht.

Sportlich sorgte Felix Rathje (USC Mainz) im 3500m-Rennen in einem packenden Schlussspurt um den Sieg mit seinem Vereinskollegen Lucas Merten für einen der Höhepunkte. Letztendlich hatte Rathje die Nase vorn. Die Ergebnisliste weist die beiden jedoch zeitgleich mit 12:00 Minuten aus. Den 5600m-Lauf gewann Triathlet Denis Ehrhardt (Triathlon Team Eltville) souverän in 22:14 Minuten. Gefolgt von zwei nationalen Spitzenathleten in den Seniorenklassen. So hinterließen Markus Riefer (SSC Hanau-Rodenbach / M55) und Christian Stoll (TV Waldstraße Wiesbaden / M65) auf den Plätzen zwei und drei des Gesamtklassements einen starken Eindruck. Elmar Sistermanns (LG Mörfelden-Walldorf) konnte sich in 24:19 Minuten über den Sieg in der M60 freuen. Beim Laufnachwuchs waren vor allem die LG Biebesheim-Eschollbrücken-Crumstadt (LG BEC), die LG Riedstadt, die SKV Nauheim und der TuS Kelsterbach mit großen Teilnehmerfeldern vertreten.

Sollten die Treburer ihren Lauf tatsächlich aufgeben, würden sie sich damit einreihen in die Chronologie weiterer hiesiger Veranstalter. So haben Wolfskehlen und Darmstadt ihre Cross-Rennen bereits eingestellt oder planen diese nicht mehr fortzusetzen. „Das wäre sehr schade, wenn ihr nicht weitermacht“, so Rainer Beisel. Auf ihn könnten die Treburer somit auch in Zukunft zählen. Doch leider gehört der begeisterte Crossläufer da mittlerweile scheinbar zu einer Ausnahme.

Foto: Start frei: Im Fokus Felix Rathje (USC Mainz); Treburer Crosslauf am 26.10.2025 in Trebur; Foto: Raphael Schmitt / SCHMITT-SPORTFOTO.COM

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